Medikamentöse Behandlung

Die medikamentöse Behandlung ist Basis und Ergänzung aller möglichen Therapieformen. Die in den letzten Jahrzehnten entwickelten Medikamente, wie etwa die ACE-Hemmer, haben entscheidend dazu beigetragen, die Sterberate zu senken und den Verlauf der Herzkreislaufkrankheiten positiv zu beeinflussen.

Von Seiten des Patienten kommt es entscheidend darauf an, die verordneten Medikamente strikt nach Plan einzunehmen und möglichst keine Behandlungslücke zu riskieren (Einnahmetreue, Compliance, Adhärenz). Ausserdem haben allen wirksamen Mittel auch unerwünschte Nebenwirkungen sowie durch gegenseitige Beeinflussung Wechselwirkungen

Regeln zur Einnahme von Dauermedikamenten

– Setzen Sie keine Medikamente eigenmächtig ab.
– Halten sie Dosierungen und Einnahmezeitpunkte ein
– Teilen Sie Ihrem Hausarzt Nebenwirkungen oder Auffälligkeiten sofort mit
– Nehmen Sie keine anderen als die verordneten Medikamente ein

Die Medikamente, die sog. Hausmittel oder pflanzliche Mittel können untereinander sog. Wechselwirkungen erzeugen. Diese führen zu Verstärkung oder Abschwächung der erwünschten Wirkung und sollten daher gemeldet werden.

Einnahmetreue (Compliance, Adhärenz)

Man versteht darunter die notwendige genaue Einnahme der verordneten Medikamente nach Plan, die bei Älteren, Kranken oder auch bei Mehrfach-Medikation (zu hohe Zahl der Tabletten) leidet. Über- oder Unterdosierungen sind die Folge.
 
Grundsätze:
Verordnung kennen und befolgen
Zeitplan notieren
Einnahmezeiten strikt beachten
Bei Unverträglichkeit oder Beschwerden:
Arzt informieren
Unterstützung d. Angehörige
evtl. elektronische Unterstützung (App).

KHK (s.a. Abschnitt KHK)
die akute Form der Angina pectoris (AP), das akute Koronarsyndrom ACS
die chronische Form, die stabile AP. >> weiter

Bluthochdruck (s.a. entsprechenden Abschnitt)
Zur Bluthochdruck-Behandlung stehen eine Vielzahl von Substanzen zur Verfügung, die im Folgenden besprochen werden.

Antikoagulation, Antiaggregation (s.a. Vorhofflimmern, Schlaganfall)
Darunter versteht man die dauerhafte oder vorübergehende Verringerung der Blutgerinnungsfähigkeit.

Lipidsenkung (s.a. Laborwerte, Risikofaktoren)
Eine Cholesterinsenkung durch Ernährungsumstellung ist das primäre Behandlungsprinzip.

Antiarrhythmika (s.a Herzrhythmusstörungen)
Diese Medikamente (Antiarrhythmika AA) sind seit der CAST-Studie 1991 sehr umstritten.

Zur Behandlung der Herzmuskelschwäche s. Spezialseite