Besondere Formen der Herzmuskelschwäche

Störung der Leistung des rechten Herzens durch Klappenfehler (Mitralstenose) oder durch Lungenerkrankungen, wie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD (Raucherlunge) oder die Lungenembolie. Beides führt zum sog. Lungenhochdruck (pulmonal-arterielle Hypertonie, PAH), der das rechte Herz in seiner Leistung beeinträchtigt. Symptome sind weniger Luftnot als Abnahme der Belastbarkeit und eine Anschwellung beider Beine (Beinödeme). Man spricht auch vom Cor pulmonale, um den Zusammenhang mit dem Lungenkreislauf herauszustellen. Es gibt auch eine akute Form: Diese, meist durch eine Lungenembolie hervorgerufen, ist eine schwere Erkrankung, die oft zum Kreislaufschock und zum Tode führen kann.

Störung der Leistung des linken Herzens; in der Regel durch Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Klappenerkrankungen oder den Herzinfarkt. Das Leitsymptom ist die Luftnot, da die Lunge mehr oder weniger mit Flüssigkeit gefüllt sein kann ( chronische oder akute Lungenstauung).
BESONDERHEITEN
Lungenödem:
Schwere, lebensbedrohliche Form der Linksherzinsuffizienz, bei der es zu akuten Wasseransammlungen in der Lunge kommt. Die Atmung ist erschwert. Der Patient sitzt aufrecht im Bett und leidet unter schwerster Luftnot. Unmittelbare Behandlung vom Notarzt und auf der Intensivstation ist notwendig.

Kreislaufschock:
Als besonders bösartige Form der Herzmuskelschwäche gilt der lebensbedrohliche Kreislaufschock etwa nach schwerem Herzinfarkt; er wird auch als „>> cardiogener Schock“ bezeichnet. Er besteht in einer extremen Hypotonie und ist immer lebensbedrohlich. Er kann nur auf der Intensivstation (>> IABP = intraaortale Ballonpulsation) mit begrenztem Erfolg behandelt werden.

Hierdurch wird neuerdings die gängige Form der Herzmuskelschwäche beschrieben, die mit einer Verminderung der Auswurfleistung (ausgedrückt als Auswurf- oder >>Ejektionsfraktion) einhergeht. Die Mehrzahl der Patienten mit Herzmuskelschwäche weist eine solche Störung auf

Bei dieser Form ist die >>Ejektionsfraktion erhalten und dennoch mit den Symptomen einer Herzmuskelschwäche verbunden (Luftnot unter Belastung oder in Ruhe). Ursache ist oft ein unbehandelter oder schlecht eingestellter Bluthochdruck („Hochdruckherz“). Eine spezielle Therapie ist bisher noch nicht möglich, sie besteht z.B. in der konsequenten Hochdruckeinstellung. Neu ist aber z.B. die durch Herzkatheter vorgenommene Durchlöcherung im Vorhofseptum, die zu einer Absenkung des erhöhten Druckes im linken Vorhof führt, und damit zu einer Verbesserung der Symptome beiträgt.