Herzfehler

angeborene Herzfehler

s.a. Abschnitt Anatomie


Durch Schädigungen während der Schwangerschaft (Rauchen, Alkohol, Drogen, Medikamente) oder genetische (Erb-)Defekte kommt es zu Mißbildungen des Herzens und der Gefäße, den sog. angeborenen Herzfehlern.

Diese können einfach oder komplex sein und sie können heute meist mit sehr guten Erfolgen operiert werden, sodaß eine fast normale Lebenserwartung mit gewissen Einschränkungen erzielt wird. Daher treten Folgezustände wie Herzinsuffizienz oder Rhythmusstörungen auch im Erwachsenenalter auf und sollten daher auch hier Erwähnung finden. Es gibt für diese Patienten inzwischen spezialisierte Zentren (EMAH: Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern), etwa die Uniklinik Heidelberg.

Typische angeborene Herzfehler sind z.B. die Herzscheidewand-Defekte („Loch im Herzen“) oder auch angeborene Klappenfehler. Sog. komplexe Mißbildungen, bei denen etwa die großen Gefäße (Lungenarterie und Hauptschlagader – Aorta) am Ursprungsort vertauscht sind (Transposition), enden unkorrigiert später oder schon bei der Geburt tödlich. Bei so schweren Mißbildungen, dass die Herzfunktion grundlegend gestört ist, kommt es zu Totgeburten oder Tod in den ersten Lebenstagen. Historisch interessant ist die >> Fallot’sche Tetralogie, („blue babies“), die bereits 1946 durch die Zusammenarbeit zwischen der amerikanischen Kinderärztin Helen TAUSSIG und dem Chirurgen BLALOCK erfolgreich operiert werden konnten (Blalock-Taussig-Shunt).

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