Herzfehler-Behandlung

Die Korrektur der Herzmißbildungen durch operative Verfahren, die schon nach der Geburt und später durchgeführt werden können, sind die Methoden der Wahl. Dadurch überleben Kinder und junge Erwachsene, die früher verstorben wären, bis zu einem durchaus höheren Lebensalter mit bis zu 90%. Oft bleiben besonders im Alter Probleme bestehen, die dann konservativ und medikamentös behandelt werden müssen.
Hierzu zählen Herzrhythmusstörungen und die Entwicklung einer Herzmuskelschwäche besonders des rechten Herzens, die oft ernst und lebensbedrohlich sein kann. Plötzlicher Herztod ist nicht selten.

Neben der medikamenösen Therapie kommt eine interventionelle Behandlung in Betracht. Es können Nach-Operationen erwogen werden, oft sind Herzschrittmacher, ICD oder CRT-Systeme angebracht. 

In einer solchen Endphase der Herzinsuffizienz mancher Herzfehler, in der die medikamentöse Behandlung nicht ausreichend ist, kann man entweder eine Herztransplantation oder die Verwendung eines Herz-Unterstützungssystems (Bild) erwägen. Wegen der Spenderproblematik und auch im Hinblick auf die Tatsache, dass es inzwischen technisch sehr ausgereifte künstliche Systeme gibt („künstliches Herz“), wird man derartigen Systemen immer mehr den Vorzug geben.

Eine spezielle Bedeutung haben die Herzfehler in der Schwangerschaft. Grundsätzlich kann man sagen, dass von einer Schwangerschaft abzuraten ist, wenn eine starke Belastung des rechten Herzens besteht. Dann beträgt die Sterblichkeit solcher Patientinnen um 70%.